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08
Mai
17

Bei Andreae: "Trump & Co - Wohin steuert der Westen?"

 

Die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der Vereinigten Staaten im vergangenen November kam für viele Menschen und auch für Experten und Journalisten unerwartet und löste heftige Reaktionen und Emotionen aus, oft war die Sprache von einem "Schock" oder einer "Zeitenwende". Es wurde viel geschrieben über die Ursachen für Trumps Erfolg und ein bevorstehendes Ende des liberalen Westens. Nach über einhundert Tagen Amtszeit des neuen Präsidenten können wir keineswegs aufatmen. Trump versucht, viele seiner radikalen Ankündigungen in die Tat umzusetzen. Die amerikanische Gesellschaft ist gespaltener denn je. Und die Welt scheint noch ein Stück unberechenbarer geworden zu sein.

Gleichzeitig erleben wir in Europa eine Reihe von Wahlen, bei denen ebenfalls über die offene und freie Gesellschaft und über Empathie und Werte entschieden wird – alles das, was von rechtspopulistischen Parteien infrage gestellt wird. Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Frankreich ging es um nichts geringeres als die europäische Idee. Der klare Sieg Emmanuel Macrons hat gezeigt: Mit Europa und einer liberalen und zukunftsgewandten Politik kann man Wahlen gewinnen. Wie schon in den Niederlanden und Österreich wurde der Siegeszug der Rechtspopulisten vorerst gestoppt. Doch dass auch in Europa böse Überraschungen möglich sind, zeigen die Entscheidung der Briten für den „Brexit“ und der Einzug der AfD in zahlreiche deutsche Landtage. Wie stehen die Chancen der AfD bei der Bundestagswahl? Welche Lehren sind aus der französischen Präsidentschaftswahl zu ziehen? Wie agieren Populisten wie Donald Trump in Regierungsverantwortung?

 

Diese und weitere Fragen diskutiert die Freiburger Bundestagsabgeordnete Kerstin Andreae am Mittwoch, den 24. Mai um 19 Uhr im Goethe-Institut Freiburg (Wilhelmstr. 17) mit folgenden Gästen:

Bastian Hermisson leitet das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Washington D.C. Hermisson hat sich intensiv mit Trumps Wahlsieg auseinandergesetzt und präsentiert seine Analyse, die unter anderem die Selbstbezogenheit der progressiven Eliten in den Blick nimmt. Er berichtet außerdem von den aktuellen Entwicklungen in den USA und seinen bisherigen Erkenntnissen aus Trumps Regierungshandeln.

Dr. Michael Wehner leitet die Außenstelle der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) in Freiburg. Der Politikwissenschaftler befasst sich in seiner Arbeit mit dem Phänomen des Populismus in Europa und liefert eine Einschätzung der aktuellen Lage in Frankreich und Deutschland.